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Rundschaubericht

Feuerwehreinsätze, die unter die Haut gehen

 

In Gaildorf stehen bei Bedarf bis zu 55 Einsatzkräfte zur Verfügung. Stadtbrandmeister Stefan Dwornitzak informiert bei der Hauptversammlung über das abgelaufene Jahr und die anstehende Fusion.

Mit der Fusion der Gaildorfer Wehren zu den beiden Abteilungen Nord und Süd sei ein wichtiger Meilenstein ins Rollen gebracht worden. Das Ziel im nächsten Jahrzehnt sei die Fusion der beiden Abteilungen, die vollzogen werde, wenn die derzeitige Feuerwache in der Bahnhofstraße runderneuert und erweitert worden sei. Dies berichtete Stadtbrandmeister Stefan Dwornitzak bei der Hauptversammlung am Freitag in der ­Unterroter Festhalle.

Wirtschaftlichste Variante

Dwornitzak bezeichnete die Fusion als die wirtschaftlichste Variante – und alternativlos dazu. Die Wehr erreiche dann bei einer Hilfsfrist von zehn bis zwölf Minuten einen Erreichungsgrad von 90 Prozent, was ein hervorragender Wert sei. Die Einsatzfahrzeuge können dann zu jeder Tages- und Nachtzeit mit ausreichend Personal besetzt werden.

Die Zuschussanträge wurden gestellt, und man hoffe noch vor den Sommerferien auf einen Bescheid, so Dwornitzak weiter. Nachdem die Wehr mit neuer Einsatzkleidung ausgestattet wurde, soll im kommenden Jahr ein neuer Helm angeschafft werden.

Aktuell zählt die gesamte Wehr 152 Aktive, und bei der Jugendabteilung sind es 22 Jungen. Der Ausbildungsstand sei sehr gut, so Dwornitzak, schon allein die Zahl von 94 Atemschutzgeräteträgern spreche Bände. Dennoch forderte der Stadtkommandant seine Männer auf, sich ständig weiterzubilden, denn nur so können Fahrzeuge und Geräte optimal genutzt werden.

Bei den Alarmeinsätzen kam es zu einem leichten Rückgang. Die Zahl der Brandeinsätze nahm um fünf zu, während die technischen Hilfeleistungen und die Fehlalarme um jeweils vier abnahmen. Es habe sich gezeigt, dass die Tagesverfügbarkeit durchweg gewährleistet war. Bei Bedarf habe man auf 50 bis 55 Einsatzkräfte zurückgreifen können, sagte Dwornitzak. Der Stadtbrandmeister listete auch einzelne Einsätze auf, die mitunter eine große Belastung für die Feuerwehrleute mit sich brachten. Im Berichtszeitraum hatte es drei Tote, zehn Schwer- und fünf Leichtverletzte gegeben; diese Fälle seien den Einsatzkräften unter die Haut gegangen.

Der Landesfeuerwehrverband hat eine Initiative gestartet, mit der erreicht werden soll, dass Feuerwehr-Einsatzkräfte Engeltpunkte bei der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Dwornitzak mahnte abschließend den Kreisfeuerwehrverband, an dieser Initiative dranzubleiben.

Neue Entschädigungssätze

Bürgermeister Frank Zimmermann versprach ab 2018 neue Entschädigungssätze als kleine Anerkennung für den ehrenamtlichen Einsatz. Mit der Situation der Wehr in Gaildorf, seien es die Aktiven, die Jugend oder die Senioren, zeigte sich Zimmermann sehr zufrieden. Am Um- und Anbau des Magazins werde derzeit mit Hochdruck gearbeitet und man hoffe auf eine offensive Unterstützung des Landkreises beim Zuschussverfahren.

Für die Unterroter Abteilung nahm Markus Adolf ein Vesperpaket als Dank für die ehrenamtliche Arbeit beim Umbau des Magazins entgegen. Zimmermann erinnerte auch daran, dass die Feuerwehr darüber hinaus das kulturelle Leben der Stadt bereichere. Armin Klingenbeck, der stellvertretende Kreisbrandmeister, zeigte sich von der Tagesverfügbarkeit der Gaildorfer Wehr beeindruckt – auch im Hinblick auf eine mögliche Überlandhilfe.

Beförderungen, Ehrungen und Verpflichtungen

Beförderungen Zum Feuerwehrmann wurden Andreas Czogalik und Mikka Schulz befördert, zu Hauptfeuerwehrleuten Nicole Kaiser, Dirk-Stephan Gaugel, Tobias Maaß, Patrick Preuß und Tobias Seuber. Löschmeister: Christian Niebel, Hannes Niebel. Oberlöschmeister: Claus Di Francesco. Hauptlöschmeister: Holger Munz, Heiko Sammet, Jürgen Soffner, Fritz-Peter Wied. Brandmeister: Markus Adolf, Klaus Daubner,  Christian Kümmerer.

Ehrungen für 25 Jahre aktive Dienstzeit in der Freiwilligen Feuerwehr: Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber erhielten Brandmeister Jörg Schmid, Oberbrandmeister         Arndt Seifried und Oberlöschmeister Michael Spantig. Für 40-jährige aktive Dienstzeit bei der Gaildorfer Wehr erhielten Hauptlöschmeister  Walter Härterich, Hauptlöschmeister Peter Mack und Oberbrandmeister Peter Munz das Ehrenzeichen in Gold.

Verpflichtungen Andreas Hirschle (Abteilung Süd), Frank Parduhn (Abteilung Nord), Waldemar Schleining         (Abteilung Süd), Markus Schön (Abteilung Nord).

40 Jahre aktive Dienstzeit: Geehrt wurden Friedhelm Carle, Joachim Gölz, Martin Maaß und Martin Maile. bu

erstellt: 28.03.2018

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