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Bühläckerschule Unterrot

War das eine Aufregung gestern an der Unterroter Bühläckerschule, es gab Feueralarm! Hintergrund: Es war zwar"nur" eineÜbung - aber eine, wie sie realistischer kaum hätte sein können.

Eine sogenannte Räumungsübung der Feuerwehr bestimmte gestern Vormittag den Schulalltag in Unterrot - unangesagt! Die hatte Stadtbrandmeister Stefan Dwornitzak und Unterrots Kommandant Gerhard Horlacher mit Schulleiterin Martina Dreher geplant.

Als die Chefin um 11.45 Uhr den Feueralarm auslöste, wurden Schüler und Lehrer völlig überrascht. Stadtbrandmeister Dwornitzak hatte das erste Stockwerk der Bühläckerschule derart vernebelt, dass man buchstäblich nicht mehr die Hand vor dem Gesicht sehen konnte. Doch der"Nebel" war für die Kinder harmlos.

Dwornitzak war auf der Hut und achtete streng darauf, dass die beiden Klassen - die 3a mit ihrer Lehrerin Annette Geiger und Gabriele Mangold mit ihrer 3b - in den Klassenräumen blieben. Alle anderen Kinder verließen geordnet ihre Zimmer, versammelten sich im gesicherten Abstand und beobachteten interessiert das Geschehen.

Inzwischen war die Unterroter Wehr mit zwei Einsatzfahrzeugen und einem Kommandowagen sowie der großen Drehleiter aus Gaildorf angerückt. Einsatzleiter Gerhard Horlacher informierte sich kurz über den Stand der Ereignisse - und dann ging es Schlag auf Schlag.

Atemschutzträger drangen zu den beiden eingeschlossenen Klassen vor und veranlassten das Nötigste. Vor allem galt es, die Kinder zu beruhigen und ihnen klarzumachen, dass es sich nur um eine Übung handelte. Einigen Kindern stand aber der Schreck noch nach der Übung ins Gesicht geschrieben, sie hatten regelrecht Angst bekommen, vor allem vor der Rauchentwicklung.

Als aber die Drehleiter mit dem Korb vor den Fenstern auftauchte und weitere Feuerwehrleute in die beiden Zimmer einstiegen, beruhigten sich doch die meisten Gemüter. Über die Drehleiter wurden übrigens keine Kinder"gerettet", so realistisch musste dieÜbung nun doch nicht sein. Mit einem starken Entlüfter wurde nach der"Rettung" der Nebel vertrieben, und nach wenigen Minuten konnten die beiden Klassen das Schulhaus unbeschadet verlassen.

SolcheÜbungen sind im Schulalltag sehr wichtig. Es gilt, das Verhalten der Schüler und Lehrer zu üben. Auch die Feuerwehr profitiert von solchen Einsätzen, da sie die Gegebenheiten kennenlernt und im Ernstfall schnell handeln kann. Im Anschluss an die Übung setzten sich die Lehrer und die Verantwortlichen der Feuerwehr zusammen, um ein Resümee zu ziehen.

Zu besprechen gab es nach derÜbung einige Punkte, vor allem das Verhalten bei solch einem echten Brandfall. Denn einige Schüler wollten - was im Notfall gefährlich wäre - die Zimmer verlassen, wurden aber daran gehindert.

Selbst die Polizei tauchte auf, da sie, unbeabsichtigt, einen Notruf erhalten hatte. Erleichtert stellten die Beamten aber fest, dass es sich nur um eineÜbung handelte. Für die meisten Schüler jedoch war das ein aufregender Vormittag, für die Feuerwehrleute hingegen begann am Ende das große Aufräumen.

Rundschau Gaildorf

erstellt: 24.07.2012

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